surreal garden

Der ungezogene Garten – Paradies der Absurditäten, Ort der Entzückungen

 

Im Historischen Kurfürstlichen Gärtnerhaus, entfaltet sich der Surreale Garten als eine faszinierende Rauminstallation, die die charakteristischen Merkmale des Schaffens der drei Künstlerinnen Verena Bretschneider, Sevda Chkoutova und Lili Voigt eindrucksvoll widerspiegelt: Traumlogik, Absurdität und eine fesselnde Mischung aus Schönheit und Unheimlichkeit.

 

Verena Bretschneider ist bekannt für ihre Fähigkeit, das Gewöhnliche mit dem Absurden zu verweben und dabei eine Atmosphäre von Verwirrung und Staunen zu erzeugen. Ihre Objektbilder und raumgreifenden Skulpturen strahlen zunächst Farbenfroheit und Positivität aus; doch bei näherer Betrachtung offenbaren sie ihre Ungehörigkeit und Bizarrheit. Jedes ihrer Werke ist mit Symbolen durchzogen, die tiefere Bedeutungen tragen oder persönliche Ängste und Wünsche reflektieren. In dieser spannenden Auseinandersetzung werden stereotype Vorstellungen hinterfragt und neue Perspektiven auf Geschlechterrollen eröffnet, indem sie den Garten als archetypischen Ort des Ursprungs thematisiert.

 

Sevda Chkoutova lotet den Begriff der Zeichnung erneut aus und zeigt Scherenschnitte, die die Wirklichkeit karikieren und überzeichnen. Die Verflechtung von Linie und Schatten lässt neue Ebenen entstehen wodurch die Grenzbereiche zwischen Realität und „Alb"-Traum zum Schwinden scheinen. In dieser spannenden Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit eröffnet Sevda Chkoutova einen Raum für Reflexion und Enthüllung, der sowohl herausfordernd als auch inspirierend ist. Die Besucher sind eingeladen, sich mit den vielschichtigen Aspekten von Identität, Macht und Intimität auseinanderzusetzen.

 

Lili Voigt verfolgt in dieser für sie typischen Medienarbeit das Ziel, eine Versöhnung mit der Endlichkeit darzustellen. Durch die Übertreibung und Entstellung des Alltäglichen ins Absurde schafft sie einen einzigartigen Raum für Reflexion über die Existenz und ihre Wirksamkeit, während die Arbeiten gleichzeitig die Grenzen zwischen Tatsachen und Fiktion hinterfragen. In dieser spannenden Auseinandersetzung entfaltet sich eine tiefere Bedeutung, die sowohl zum Nachdenken anregt als auch emotionale Resonanz erzeugt.

 

In diesem surrealen Garten, inspiriert vom Erblühen des Lebens im Frühjahr, finden sich zudem Klanglandschaften wieder. Die Geräusche aus dem Garten können sowohl unheimlich als auch hypnotisierend wirken und tragen zur surrealen Erfahrung bei.

 

Text: Die Künstlerinnen

 

© Trägerverein für das Künstlerforum Bonn, Hochstadenring, und das Kurfürstliche Gärtnerhaus e.V. | Kurfürstliches Gärtnerhaus – Beethovenplatz 1 – 53115 Bonn

Eröffnung der Ausstellung: Samstag, 5. April, ab 15 Uhr

Öffnungszeiten: Vom 6. - 20. April

Di–Fr 15-18 Uhr, Sa, 14-17 Uhr, So 11-17 Uhr